Steigende Heizkosten trotz sinkender Energiepreise
Steigende Heizkosten trotz sinkender Energiepreise, Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Sinkende Energiepreise bringen 2025 keine Entlastung für viele Haushalte. In mehreren Regionen Deutschlands steigen die Heizkosten erneut. Ursache sind vor allem längere und kältere Heizperioden. Das betrifft auch den Norden, wenn auch in abgeschwächter Form. Ähnliche Belastungen zeigen sich auch in anderen Lebensbereichen, mehr Informationen hier.

Inhaltsverzeichnis

Techem Prognose für Schleswig-Holstein

Nach Angaben des Serviceanbieters Techem steigen die Heizkosten in Schleswig-Holstein im Abrechnungsjahr 2025 durchschnittlich um 2,8 Prozent. Damit liegt das Bundesland unter dem bundesweiten Mittel. Deutschlandweit erhöhte sich der Heizenergieverbrauch laut Techem um rund 12 Prozent. Grund dafür waren niedrigere Durchschnittstemperaturen in den Heizmonaten im Vergleich zu 2024. Dadurch wurde häufiger und länger geheizt. Solche Entwicklungen beeinflussen auch andere regionale Themen, weitere Details hier.

An der Westküste Schleswig-Holsteins kletterten die Heizkosten um etwa 6 Prozent. Trotz insgesamt moderater Entwicklung bleiben regionale Abweichungen deutlich messbar. Baden-Württemberg liegt mit einem erwarteten Kostenanstieg von rund 14 Prozent deutlich höher.

Fernwärme Gas und Heizöl

Die Höhe der Mehrkosten hängt stark von der Heizart ab. Am stärksten betroffen sind Haushalte mit Fernwärme. In Schleswig-Holstein zahlen diese laut Techem zwischen 7 und 11 Prozent mehr als 2024. Gasnutzer müssen mit einem Plus von 4 bis 7 Prozent rechnen.

Wer mit Heizöl heizt, zahlt 2025 zwischen 3 Prozent weniger und 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit bleibt diese Heizform vergleichsweise stabil. Die Unterschiede verdeutlichen, wie stark Preisentwicklung und Verbrauchsmenge zusammenwirken, was auch bei kommunalen Einsparungen eine Rolle spielt.

Verbraucherzentrale Hinweise von Hanno Lang-Berens

Auch bei steigenden Kosten gibt es Einsparpotenzial. Hanno Lang-Berens, Energiesparberater bei der Verbraucherzentrale, nennt drei konkrete Maßnahmen. Er warnt davor, den Thermostat in unbeheizten Räumen auf Stufe 5 zu stellen. Das beschleunigt das Aufheizen nicht. Die Heizung versucht dann, den Raum auf 29 Grad zu bringen.

Lang-Berens erklärt wörtlich: „Die meisten brauchen aber nur eine Raumwärme von 22 Grad. Dafür reicht Stufe 3 völlig aus.“ Weitere Punkte betreffen den Alltag. Vorhänge vor Heizkörpern erhöhen den Verbrauch. Offene Türen zwischen Räumen lassen Wärme entweichen.

Wichtige Empfehlungen im Überblick

  • Thermostat nicht über Stufe 3 einstellen
  • Heizkörper nicht durch Vorhänge verdecken
  • Türen zwischen beheizten Räumen geschlossen halten

Diese Maßnahmen senken den Verbrauch, ohne den Wohnkomfort zu reduzieren. Sie gewinnen an Bedeutung, da kältere Winterperioden den Heizbedarf weiter erhöhen könnten.

Quelle: NDR, WEBRIVAIG

FAQ

Warum steigen die Heizkosten trotz sinkender Energiepreise?

Die Heizkosten steigen, weil die Heizperioden länger und kälter waren. Laut Techem wurde 2024 mehr geheizt als im Vorjahr, was den Verbrauch und damit die Kosten erhöht hat.

Wie stark steigen die Heizkosten in Schleswig-Holstein?

In Schleswig-Holstein steigen die Heizkosten im Abrechnungsjahr 2025 durchschnittlich um 2,8 Prozent. Damit liegt das Bundesland unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Welche Heizart ist am stärksten von Kostensteigerungen betroffen?

Am stärksten betroffen sind Haushalte mit Fernwärme. Diese müssen in Schleswig-Holstein mit einem Kostenanstieg von 7 bis 11 Prozent im Vergleich zu 2024 rechnen.

Wie entwickeln sich die Kosten für Gas und Heizöl?

Gasnutzer zahlen 2025 voraussichtlich 4 bis 7 Prozent mehr. Heizöl bleibt vergleichsweise stabil, mit Veränderungen zwischen 3 Prozent weniger und 1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Welche Tipps gibt die Verbraucherzentrale zum Sparen von Heizkosten?

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, den Thermostat nicht über Stufe 3 zu stellen, Heizkörper nicht durch Vorhänge zu verdecken und Türen zwischen beheizten Räumen geschlossen zu halten.