Haus unter dunklen Sturmwolken vor starkem Wind und Feuchtigkeit
Sturm und Feuchtigkeit können Gebäude stark belasten. Symbolbild: Pexels

Wer sein Haus vor Sturm und Feuchtigkeit schützen will, sollte nicht erst reagieren, wenn bereits eine Unwetterwarnung gilt. Besonders häufig entstehen Probleme dort, wo kleine Schwachstellen über längere Zeit unbemerkt bleiben: am Dach, an Anschlüssen und Fugen, an der Entwässerung, an Fenstern sowie in Keller- und Sockelbereichen. Der wichtigste Fehler besteht darin, Wind, Starkregen und Feuchtigkeit getrennt zu betrachten. Ein Sturm kann Bauteile lockern, während gleichzeitig Schlagregen Wasser in bereits geschwächte Stellen drückt. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle wirksamer als hektische Maßnahmen unmittelbar vor einem Unwetter.

Inhaltsverzeichnis

Fehler 1 – Erst kurz vor dem Sturm mit der Sicherung beginnen

Eine Unwetterwarnung ist der falsche Zeitpunkt, um zum ersten Mal über lockere Dachziegel, einen beschädigten Zaun oder überhängende Äste nachzudenken. Viele sinnvolle Schutzmaßnahmen benötigen Zeit und teilweise einen Fachbetrieb. Dazu gehören Arbeiten an Dachdeckung und Dachkonstruktion ebenso wie Reparaturen an Fassaden, Fenstern, Entwässerungsleitungen oder Rückstausicherungen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt unter anderem, Dachstuhl und Dachhaut ausreichend gegen starke Windkräfte zu sichern. Bewegliche Gegenstände im Außenbereich sollen bei Sturm geschützt untergestellt oder zuverlässig gesichert werden. Auch Markisen und Überdachungen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Solche Maßnahmen lassen sich sicherer bei ruhigem Wetter planen als während einer akuten Unwetterlage.

Rund um das Grundstück kann zusätzlich ein sinnvoll geplanter Windschutz durch Hecke oder Holzzaun die Gestaltung beeinflussen. Er ersetzt jedoch niemals die ausreichende Befestigung von Bauteilen und Gegenständen. Ein Sicht- oder Windschutz, der selbst nicht stabil verankert ist, kann bei starken Böen zum zusätzlichen Risiko werden.

Bei angekündigtem Sturm sollte deshalb vor allem kontrolliert werden, ob bereits vorhandene Schutzmaßnahmen tatsächlich funktionieren. Fenster und Türen müssen geschlossen werden können. Lose Gegenstände gehören aus gefährdeten Bereichen. Arbeiten auf Leitern oder Dächern sollten dagegen nicht auf den letzten Moment verschoben werden.

Häufiger Fehler Mögliche Folge Sinnvolle Kontrolle
Dach erst nach sichtbarem Schaden prüfen Lockere oder undichte Bereiche bleiben unentdeckt Dach regelmäßig und nach Unwettern kontrollieren lassen
Rinnen nur bei Verstopfung reinigen Regenwasser wird nicht zuverlässig abgeführt Rinnen, Fallrohre und Abläufe freihalten
Nur leichte Gartenmöbel wegräumen Markisen, Fahrräder oder andere Gegenstände bleiben gefährdet Gesamten Außenbereich systematisch prüfen
Feuchte Stellen lediglich trocknen Die Ursache bleibt bestehen und Feuchtigkeit kehrt zurück Dach, Fassade, Leitungen und Raumklima als Ursache prüfen
Rückstau nicht berücksichtigen Wasser kann über tiefe Entwässerungsstellen ins Gebäude gelangen Entwässerung und Rückstauschutz fachgerecht prüfen lassen
Auf die Versicherung als einzige Vorsorge vertrauen Schäden oder einzelne Gefahren sind möglicherweise nicht abgedeckt Gebäudeschutz und Versicherungsumfang getrennt kontrollieren

Fehler 2 – Dach und Entwässerung getrennt betrachten

Das Dach ist besonders stark der Witterung ausgesetzt. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb eine regelmäßige Kontrolle und nennt eine jährliche Überprüfung als sinnvolle Orientierung. Nach starken Unwettern sollte zusätzlich auf erkennbare Beschädigungen geachtet werden. Fehlende oder beschädigte Dachziegel, auffällige Verformungen, undichte Anschlüsse oder Probleme an der Abdichtung sollten nicht bis zur nächsten Sturmsaison warten.

Ein intaktes Dach allein reicht allerdings nicht. Niederschlagswasser muss ebenso zuverlässig abgeführt werden. Dachrinnen, Fallrohre und Abläufe können durch Laub, Schmutz oder Pflanzenbewuchs behindert werden. Bei starkem Regen steigt dann das Risiko, dass Wasser nicht dort abläuft, wo es vorgesehen ist.

Dach bei starkem Regen zum Schutz vor Feuchtigkeit
Dach und Entwässerung sollten Regenwasser zuverlässig ableiten. Symbolbild: Pexels

Besondere Aufmerksamkeit benötigen Flachdächer und andere Bereiche mit Abläufen. Dort können kleine Blockaden den Wasserabfluss deutlich beeinträchtigen. Auch Anschlüsse an Schornsteinen, Dachfenstern und anderen Durchdringungen gehören zur Kontrolle. Die Dachfläche und die Dachentwässerung sollten deshalb als ein gemeinsames Schutzsystem betrachtet werden.

Ein weiterer Fehler ist die Kontrolle vom Dach aus in Eigenregie. Viele Schäden lassen sich zunächst aus sicherer Entfernung erkennen. Bei Verdacht auf lose Deckung, problematische Befestigungen oder Schäden an schwer zugänglichen Bereichen ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl. Zusätzliche Sicherungen der Dachdeckung oder konstruktive Maßnahmen gegen starke Windlasten sind keine improvisierten Arbeiten für den Beginn eines Sturms.

Auch die Fassade darf nicht fehlen. Risse, beschädigter Putz, defekte Fugen und dauerhaft feuchte Stellen können Eintrittswege für Wasser anzeigen. Schlagregen trifft ein Gebäude nicht nur von oben. Bei starkem Wind kann Niederschlag auch Fassaden, Fensteranschlüsse und andere normalerweise weniger belastete Bereiche erreichen.

Fehler 3 – Nur Gartenmöbel und lose Gegenstände sichern

Vor einem Sturm denken viele zuerst an Stühle, Tische und Sonnenschirme. Das ist richtig, aber unvollständig. Das BBK nennt neben beweglichen Gegenständen auch Markisen und Überdachungen als Bereiche, die gegen Sturm gesichert werden sollten. Fahrräder, Pflanzgefäße, leichte Dekorationen und andere bewegliche Teile können ebenfalls betroffen sein.

Bei der Auswahl und Nutzung von Gartenmöbeln für windige Terrassen spielt deshalb nicht nur das Gewicht eine Rolle. Entscheidend ist auch, ob sich die Möbel schnell an einen geschützten Ort bringen oder zuverlässig sichern lassen. Selbst schwere Gegenstände sollten nicht automatisch als sturmsicher gelten.

Bäume in unmittelbarer Nähe des Hauses verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit. Das BBK weist darauf hin, dass umsturzgefährdete Bäume und größere Äste bei Sturm Menschen und Gebäude gefährden können. Der GDV empfiehlt eine regelmäßige Kontrolle der Standfestigkeit von Bäumen im Umfeld von Gebäuden. Auffällige Schäden, abgestorbene größere Äste oder erkennbare Instabilität sollten fachkundig beurteilt werden.

Problematisch sind außerdem kleinere Nebengebäude und Anbauten. Gartenhäuser, leichte Dächer, Überdachungen oder ähnliche Konstruktionen können stärker exponiert sein als das Wohnhaus. Eine lockere Verkleidung oder unzureichend befestigte Abdeckung wird bei Wind schnell zur Schwachstelle.

Der Außenbereich sollte vor einem Sturm immer vom Gebäude weg nach außen kontrolliert werden. Beginnen Sie bei Fenstern, Türen und Sonnenschutz. Danach folgen Terrasse, Nebengebäude, Garten, Bäume und schließlich alle Gegenstände, die sich bei Böen bewegen könnten. Auf diese Weise werden weniger Bereiche übersehen.

Ist der Außenbereich sturmfest?

Haken Sie ab, was bereits kontrolliert oder gesichert ist.

Erledigt: 0 von 5

Fehler 4 – Feuchtigkeit ausschließlich durch Lüften bekämpfen

Lüften ist wichtig, löst aber nicht jede Feuchtigkeitsursache. Das Umweltbundesamt nennt mehrere mögliche Gründe für erhöhte Feuchtigkeit in Gebäuden. Dazu gehören unter anderem defekte Dächer, Risse im Mauerwerk, Wasserschäden, aufsteigende Feuchtigkeit, unzureichender Luftaustausch und Kondensation an kalten Bauteilen.

Wer eine feuchte Wand deshalb ausschließlich stärker belüftet, kann das eigentliche Problem übersehen. Tritt Wasser von außen ein, muss die bauliche Ursache gefunden werden. Bei einem Leitungs- oder Wasserschaden muss ebenfalls die Quelle beseitigt werden. Erst danach kann eine ausreichende Trocknung dauerhaft erfolgreich sein.

Feuchtigkeit wird besonders problematisch, wenn betroffene Bauteile nicht mehr ausreichend trocknen können. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Schimmelpilze für ihr Wachstum Feuchtigkeit benötigen. Ein muffiger Geruch oder sichtbare dunkle beziehungsweise verfärbte Stellen können Hinweise sein. Verdeckte Bereiche hinter Möbeln oder Verkleidungen sind schwieriger zu erkennen.

Auch nach einer energetischen Sanierung kann sich das Lüftungsverhalten ändern müssen. Neue, dichter schließende Fenster reduzieren unkontrollierten Luftaustausch. Feuchtigkeit aus Duschen, Kochen, Waschen oder der Atmung muss trotzdem abgeführt werden. Deshalb gehören Gebäudedichtheit, Heizen und Lüften zusammen betrachtet.

Wiederkehrende Feuchtigkeit an derselben Stelle ist ein Warnsignal und sollte nicht nur oberflächlich behandelt werden. Wird lediglich getrocknet, überstrichen oder ein Schimmelentferner eingesetzt, ohne die Ursache zu beseitigen, kann das Problem erneut auftreten.

Nach Sturm und Schlagregen ist deshalb eine gezielte Kontrolle sinnvoll. Prüfen Sie Dachräume, Fensteranschlüsse, Wände an besonders wetterexponierten Seiten sowie Keller- und Sockelbereiche. Neue Wasserflecken, aufgequollene Materialien oder ungewöhnliche Gerüche sollten nicht über Wochen beobachtet, sondern hinsichtlich ihrer Ursache geklärt werden.

Woher kann die Feuchtigkeit kommen?

Wählen Sie die Situation, die am ehesten zutrifft.

Wählen Sie oben eine Situation aus.

Fehler 5 – Starkregen und Rückstau unterschätzen

Feuchtigkeit kommt nicht nur durch Dach oder Fassade ins Haus. Bei Starkregen können tief liegende Eingänge, Kellerfenster und Souterrainbereiche gefährdet sein. Gleichzeitig kann die öffentliche Kanalisation große Niederschlagsmengen nicht immer vollständig aufnehmen. Dann wird auch Rückstau zu einem möglichen Eintrittsweg.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass besonders Räume und Entwässerungsstellen unterhalb der Rückstauebene betrachtet werden müssen. Welcher Schutz technisch erforderlich ist, hängt von der Nutzung und der vorhandenen Entwässerung ab. Rückstauverschlüsse und Hebeanlagen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die konkrete Ausführung sollte deshalb mit einem Sanitärfachbetrieb und unter Berücksichtigung der örtlichen Entwässerungsregeln geklärt werden.

Ein häufiger Fehler besteht darin, eine eingebaute Rückstausicherung nach der Montage zu vergessen. Das BBK empfiehlt, entsprechende Einrichtungen regelmäßig auf ihre Funktion zu kontrollieren. Eine blockierte oder nicht funktionierende Sicherung bietet im entscheidenden Moment keinen verlässlichen Schutz.

Auch die Gestaltung des Grundstücks beeinflusst den Weg des Wassers. Das BBK empfiehlt bei Neubauten beziehungsweise baulicher Anpassung, gefährdete Eingänge erhöht anzuordnen und bei tiefer liegenden Bereichen ausreichend dimensionierte Abflussmöglichkeiten zu berücksichtigen. Wasser sollte möglichst nicht direkt auf Kellerabgänge, Lichtschächte oder bodennahe Türen zufließen.

Dachrinnen und Straßenkanalisation dürfen dabei nicht miteinander verwechselt werden. Saubere Dachrinnen helfen, Niederschlagswasser vom Dach kontrolliert abzuleiten. Sie verhindern jedoch keinen Rückstau aus dem Kanal und schützen ein ungünstig gelegenes Grundstück nicht automatisch vor oberflächlich zufließendem Wasser.

Wer Starkregen nur als Problem der Dachentwässerung betrachtet, lässt wichtige Eintrittswege unberücksichtigt. Für eine sinnvolle Vorsorge müssen Dach, Grundstück, Kelleröffnungen und Abwasserleitungen gemeinsam betrachtet werden.

Fehler 6 – Versicherungsschutz mit Gebäudeschutz verwechseln

Eine Versicherung kann finanzielle Folgen eines Schadens begrenzen, verhindert aber weder einen losen Dachziegel noch einen überfluteten Keller. Deshalb sollte der Versicherungsvertrag niemals die technische und bauliche Vorsorge ersetzen.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale gelten bei Wohngebäudeversicherungen Sturmschäden üblicherweise ab Windstärke 8 als versicherte Sturmgefahr. Für Schäden durch Überschwemmung oder Rückstau kann dagegen ein zusätzlicher Schutz gegen Elementargefahren notwendig sein. Der tatsächliche Leistungsumfang hängt vom jeweiligen Vertrag ab und sollte anhand der eigenen Versicherungsbedingungen geprüft werden.

Wichtig ist auch das eigene Verhalten. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Niederschlagsschäden problematisch sein können, wenn Fenster oder Türen offen gelassen wurden. Ebenso können bei Elementarschutz bestimmte Pflichten gelten, beispielsweise bezüglich vorhandener Rückstausicherungen oder freizuhaltender Abflussleitungen.

Ein weiterer typischer Fehler ist, nach einem Umbau oder einer Erweiterung den Versicherungsumfang nicht mehr anzusehen. Veränderungen am Gebäude oder zusätzliche Anlagen können den Versicherungswert und den benötigten Schutz beeinflussen. Deshalb ist es sinnvoll, Unterlagen regelmäßig mit dem aktuellen Zustand der Immobilie abzugleichen.

Nach einem Schaden sollte zunächst verhindert werden, dass sich die Situation weiter verschlimmert, soweit dies gefahrlos möglich ist. Vor umfangreichen Aufräumarbeiten empfiehlt die Verbraucherzentrale eine sorgfältige Dokumentation durch Fotos oder Videos sowie eine Aufstellung beschädigter Gegenstände und Gebäudeteile.

Guter Schutz besteht deshalb aus zwei Ebenen: Schäden möglichst verhindern und die verbleibenden finanziellen Risiken passend absichern. Wer nur eine dieser Ebenen berücksichtigt, hinterlässt eine vermeidbare Lücke.

Ein einfacher Kontrollplan vor der nächsten Unwetterlage

Ein wirksamer Schutz muss nicht mit komplizierten technischen Systemen beginnen. Wichtiger ist eine feste Reihenfolge. Kontrollieren Sie zunächst die dauerhaft wetterbeanspruchten Gebäudeteile. Danach folgen Entwässerung, Öffnungen, Außenbereich und schließlich der Versicherungsschutz.

  1. Dach und Fassade prüfen. Achten Sie auf sichtbare Schäden, lockere Teile, Risse, undichte Anschlüsse und neue Feuchtigkeitsstellen. Schwer zugängliche oder sicherheitsrelevante Bereiche gehören in die Hände eines Fachbetriebs.
  2. Regenwasserwege freihalten. Dachrinnen, Fallrohre, Abläufe und bei Flachdächern vorhandene Gullys sollten Wasser ungehindert ableiten können.
  3. Fenster und Türen kontrollieren. Beschläge und Schließfunktionen müssen funktionieren. Offene oder beschädigte Elemente erhöhen bei Schlagregen das Risiko eines Wassereintritts.
  4. Terrasse und Garten durchgehen. Lose Gegenstände werden geschützt untergestellt oder gesichert. Markisen und andere bewegliche Sonnenschutzsysteme werden entsprechend den Herstellerangaben in eine sturmsichere Position gebracht.
  5. Keller und Entwässerung einbeziehen. Prüfen Sie gefährdete Öffnungen sowie vorhandene Rückstausicherungen. Bei Unsicherheit sollte die Entwässerung fachlich beurteilt werden.
  6. Nach dem Ereignis erneut kontrollieren. Schäden können klein beginnen. Auffällige Dachstellen, Wasserflecken, Risse oder Feuchtigkeit sollten deshalb nach einem stärkeren Unwetter nicht ignoriert werden.

Wie gut kennen Sie die wichtigsten Schutzregeln?

Vier kurze Fragen zu Sturm, Starkregen und Feuchtigkeit.

1. Reicht es, das Dach erst bei einer Sturmwarnung zu prüfen?
2. Schützt eine saubere Dachrinne automatisch vor Rückstau?
3. Lässt sich jede feuchte Wand allein durch Lüften lösen?
4. Ersetzt eine Gebäudeversicherung die bauliche Vorsorge?
Richtig beantwortet: 0 von 4

Nebengebäude dürfen bei dieser Runde nicht vergessen werden. Gerade bei leichten Konstruktionen lohnt sich ein Blick darauf, welche Faktoren die Haltbarkeit von Gartenhäusern beeinflussen. Befestigung, Dachzustand und Schutz vor dauerhafter Feuchtigkeit sind auch dort wichtiger als ein rein optisch guter Zustand.

Beobachten Sie außerdem, ob sich bestimmte Probleme wiederholen. Läuft eine Rinne bei starkem Regen regelmäßig über, entsteht an derselben Wand immer wieder Feuchtigkeit oder sammelt sich Wasser stets vor demselben Kellereingang, ist das kein zufälliger Schönheitsfehler. Wiederkehrende Muster zeigen häufig, wo die Schutzstrategie des Gebäudes verbessert werden muss.

Die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes helfen dabei, bevorstehende Wettergefahren rechtzeitig zu erkennen. Sie ersetzen jedoch keine dauerhafte Instandhaltung. Ein Haus ist dann am besten vorbereitet, wenn vor einer Sturmwarnung nur noch bewegliche Dinge gesichert werden müssen und keine überfälligen Reparaturen mehr anstehen.

Beginnen Sie bei der nächsten Kontrolle deshalb nicht mit dem Gartenstuhl, sondern mit den dauerhaften Schwachstellen des Gebäudes. Dach, Wasserführung und bekannte Feuchtigkeitsstellen haben Vorrang. Danach folgen Fenster, Außenanlagen und mobile Gegenstände. So lässt sich aus einer hektischen Vorbereitung eine überschaubare Routine machen.

FAQ

Wie oft sollte ein Hausdach auf Sturmschäden kontrolliert werden?

Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine regelmäßige Kontrolle und nennt eine jährliche Prüfung als sinnvolle Orientierung. Nach stärkeren Unwettern ist eine zusätzliche Kontrolle ratsam.

Reicht eine saubere Dachrinne als Schutz vor Starkregen?

Nein. Eine freie Dachrinne verbessert die Dachentwässerung, schützt aber nicht automatisch vor oberflächlich zufließendem Wasser oder Rückstau aus der Kanalisation.

Kann falsches Lüften die einzige Ursache für feuchte Wände sein?

Nein. Feuchtigkeit kann auch durch ein beschädigtes Dach, Risse, undichte Bauteile, Wasserschäden, Wärmebrücken oder andere bauliche Ursachen entstehen.

Was sollte vor einer Sturmwarnung zuerst gesichert werden?

Bewegliche Gegenstände im Außenbereich sollten geschützt untergestellt oder befestigt werden. Fenster und Türen müssen geschlossen werden können, außerdem sollten Markisen und andere gefährdete Außenbauteile gesichert sein.

Braucht jedes Haus eine Rückstauklappe?

Nicht pauschal. Die geeignete Rückstausicherung hängt von Lage, Entwässerung und Nutzung der Räume ab. Bei genutzten Bereichen unterhalb der Rückstauebene kann eine andere technische Lösung erforderlich sein. Die Planung sollte ein Fachbetrieb übernehmen.

Deckt eine normale Wohngebäudeversicherung auch Starkregen und Rückstau ab?

Nicht automatisch. Für Überschwemmung und Rückstau kann ein zusätzlicher Elementarschutz erforderlich sein. Maßgeblich sind die Bedingungen des jeweiligen Versicherungsvertrags.

Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Deutscher Wetterdienst, Verbraucherzentrale, Umweltbundesamt, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.